LIVE IN PLAUEN
Shownotes
Unser zweiter Podcast vor Publikum – live aus Plauen, der Geburtsstadt von Antonio.
Passend dazu widmen wir uns einem Thema, das jeder kennt und doch für jeden etwas anderes bedeutet: Heimat. Was bedeutet Heimat für uns? Welche Orte, Menschen und Erinnerungen haben uns geprägt? Und würden wir heute eigentlich wieder zurückkommen?
Wir sprechen über Heimatgefühle, peinliche Jugendgeschichten, unsere Familien und die großen und kleinen Dinge, die man erst vermisst, wenn man nicht mehr da ist. Und gehen einer Frage nach, die überraschend schnell beantwortet war: Wer von uns wäre eher Bürgermeister?
Die Antwort war eindeutig. Warum das so ist, erfahrt ihr in dieser Folge.
// Hier gehts zur Playlist "Duschlieder Pikachu": https://open.spotify.com/playlist/16YQ3viZYpLfPkeofsb80n?si=xAGQ1VatS6Gh0okc2JxNzw&pi=vK5ad74_SLiJL
// Mehr Infos zum Duo Stiehler/Lucaciu: https://open.spotify.com/intl-de/artist/7nSGBz4UKbB91w3Qm6Mjcm?si=IY1t76fbSfit8pwiVgek0A
https://www.instagram.com/duostiehlerlucaciu
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Transkript anzeigen
00:00:15: Herzlich Willkommen Plauen.
00:00:16: Was für ein euphorischer Empfang!
00:00:20: Das ist ja Wahnsinn, also... Es hat sich angefühlt wie ihn.
00:00:28: naja aber man spürt sofort dass man in der Heimat ist.
00:00:31: es ist so die Haltung im Fug.
00:00:32: dann ist eh immer so naja guck mal erstmal was sie so machen ob die das auch ordentlich können und was die da so machen.
00:00:39: naja ich bin erst einmal ich bin er mann isst erstmal reserviert Und man will erstmal natürlich erst mal checken, ob die das auch können.
00:00:48: Was sie da eigentlich machen.
00:00:49: und im Grunde genommen ist das auch so.
00:00:51: ein bisschen unsere Überschrift des Abends.
00:00:53: herzlich willkommen.
00:00:54: erstmal zum zweiten live podcast von sieben tausend siebhundert tage.
00:00:59: es ist so ein bischen es ist ein bisschen therapie für uns beide.
00:01:03: Wir kennen uns schon so lange.
00:01:05: Weißt du eigentlich jeden Tag, auf wie viele Tage es sind?
00:01:08: Ja
00:01:08: heute ist der Achttausend-Einhundert-Vierundsiebzigste-Tag unserer Freundschaft.
00:01:12: Also herzlich willkommen dazu!
00:01:19: Und das Besondere an dem Abend ist, dass ihr da seid.
00:01:23: Dass wir nicht in unserem Kapuff im kleinen Studio in Leipzig sitzen sondern, dass wir endlich mal die Menschen riechen... Wir sehen können, es riecht noch ganz gut.
00:01:38: Und wir machen das.
00:01:39: das Besondere an diesem Live-Podcast auch ist dass man eigentlich zwei was bekommt.
00:01:44: Wir reden uns die Hucke voll und nach der Pause gibt es sozusagen ein Livekonzert.
00:01:51: also für die die sagen ah naja Für die, die sagen, ich kann mit Musik überhaupt nichts anfangen.
00:01:58: Aber ... Mit der Musik von den... Also gar nichts!
00:02:01: Aber der Podcast ist das Ding.
00:02:03: Die sind genau richtig fürs erste Set.
00:02:05: und für die sagen also Gelaberer Barber, ihr wisst gar nicht was das soll?
00:02:09: Die sind sozusagen im zweiten Set herzlich willkommen.
00:02:12: Und ja sagst du, das Thema heute, was wir besprechen wollen Das ist ein Besonderes weil es geht nämlich um Heimat.
00:02:22: Ja Wir haben uns überlegt, heute ist unsere Überschrift Heimat.
00:02:28: Denn ihr wisst es wahrscheinlich alle, Antonio isst gebürtiger Plauna und man sieht sie auch natürlich... Und wie man's bei mir sieht ich bin geborener Zwickauer und äh... Danke!
00:02:42: Oh das finde ich schon mal ein positiven Stadt.
00:02:47: Das sind fast mehr Zwickauer da heute als Plauna.
00:02:50: Das ist aber toll!
00:02:53: Das Besondere bei den Zwickauern, das werden wir auch noch auswerten, ist die sind lauter... ...als die Plauna nicht war?
00:03:01: So sieht's aus, so Freunde.
00:03:03: Nein, aber wir wollen natürlich heute Abend nicht Zwicker und Plaun gegeneinander ausspielen sondern wir wollen ein bisschen ergründen was Heimat für uns bedeutet.
00:03:12: Was Heimat sein kann.
00:03:14: Was es bedeutet zurückzukehren Und haben außerdem noch diesen Briefkasten.
00:03:22: Ihr konntet uns im Vorfeld an diesem Podcast, könntet ihr uns Fragen stellen unter der Überschrift was ihr uns schon immer mal fragen wolltet und dieser Briefkast wird Bestandteil dieses Podcast sein.
00:03:37: wir werden heute alles beantworten.
00:03:39: ja und Antonio ich möchte mit etwas beginnen was definitiv für mich zur Heimat dazu gehört denn Ich habe tatsächlich heute erst festgestellt, dass vor genau zwölf Jahren auf den Tag genau war Himmelfahrt.
00:03:53: Und zur Himmelfahrt ist Frau Holle meine Oma in Himmel gekommen.
00:03:59: Heute vor zwölft Jahren und ich muss euch sagen es ist kein Grund für Traurigkeit die Dame ist zwei neunzig Jahre alt geworden war bis zum Ende Topfit!
00:04:07: Ich habe Bilder gemacht von ihrer Stube so wie sie zuletzt eingerichtet waren.
00:04:12: Es lag die Fernsehzeitschrift da halbvergebte Lupe, der sie geguckt hat, wann es Frühstücksfernsehen kommt.
00:04:18: Er ist mal in den Rotkäppchensekt bereitgestellt.
00:04:22: Sie hatte sich schön gemacht!
00:04:23: Ja,
00:04:24: einfach wie man's macht also die richtigen Essentials einfach zu leben und das ist ja auch vielleicht so ein bisschen auch die Überschrift für uns.
00:04:31: Man muss sich das schön machen.
00:04:33: So sieht's aus und ich finde auf dieser Bühne, also danke an Chris vom Malzhaus, er hat uns hier wirklich sein Wohnzimmer mitgebracht.
00:04:41: Er hat seine Bude ausgeräumt, das steht bei ihm zu Hause.
00:04:46: Das ist sein Wohnzimmer!
00:04:50: Wirkst
00:04:51: geschockt...
00:04:53: Ich frag mich dann, trifft man sich mit seiner Pappe und sitzt so und sagt, wir machen Fernsehen an?
00:05:00: Oder hier ist ja auch schön dekoriert, es ist eine Tischdecker da.
00:05:05: Der weiß wie man sich's schön macht würde ich sagen?
00:05:07: Ja,
00:05:07: aber ich hatte ... Ich war immer ... Ich hatte so ne Tante Gisela die hat uns immer aufgepasst wenn meine Eltern ins Theater gegangen sind und die hat er auch immer so Däckchen und die hatte so aus Glas solche Dinge wo man die Schokolade reingelegt hat.
00:05:21: So in zwei Jahre und ich kam dann mal vorbei und hab dann immer die Mersey weggeschnascht.
00:05:26: Fühlst
00:05:26: du dich also
00:05:27: gleich ein bisschen wie zu Hause auf jeden Fall!
00:05:29: Wir wollen aber heute Abend natürlich nicht nur euch mitnehmen, sondern alle auch Zuhörenden die heute Abend nicht dabei sein können.
00:05:36: Deshalb, weil es so ein Stück Heimat für uns ist, wollen wir erst mal ganz kurz den Ort vorstellen an dem wir überhaupt sind.
00:05:43: Wir sind nämlich nicht nur in Plauen, sondern wir sind an einem ganz besonderen Ort womit wir viele Erinnerungen verbinden Antonio?
00:05:50: Definitiv vieler Erinnerung.
00:05:51: und das ist ein ganz besonderer Ort auch für Plauen weil ich glaube, dass gefährliches Halbwissen bei mir immer der älteste Ort mit ist der Stadt Plauen.
00:06:00: Und wir sind sozusagen auf den Gemäuern der Ursprungsstadt, der Stadtmauer und Plauen ist ja elfhundertzwanzig zum ersten Mal erwähnt worden...
00:06:10: Ja?
00:06:11: ...und es schon richtig alt jetzt, neunhundert... äh, genau!
00:06:17: Neunhundert vier Jahre alt, wow!
00:06:18: Achttausend
00:06:19: einhundert sechsundvierzig Tage.
00:06:21: Also deutlich älter als wir und ich finde es großartig dass das ein Kulturort ist.
00:06:29: Also es war dann für viele Jahre im achzehnten Jahrhundert zu einer alten Malzerei, ein Malzhaus sozusagen.
00:06:34: Daher kommt der Name auch so'n bisschen... ...wurde sich auch darum gestritten.
00:06:38: Es gab eine Zeit lang wo auch dann ausschließlich hier nur die Malz also man malz und Bier herstellen durfte.
00:06:45: da gab's schon Streit und haben gesagt Hier darf man das nur machen Und es ist sozusagen ein Ort wo gerne getrunken wird und Kultur sozusagen Ja, wie soll ich sagen da geboten wird.
00:06:56: Und es sind auch für mich familiär ein wichtiger Ort weil mein Schwiegervater hat hier sehr viel Musik gemacht und gab auch gerade in DDR-Zeiten so eine Bewegung von vielen jungen Künstlern und sozial eingestellten Menschen die gesagt haben Hier muss Kultur stattfinden und haben sich hier vereinigt.
00:07:12: und hier ist auch so ne Falkgruppe und auch so eine wie soll Ich sagen eine Falkbewegung entstanden Die sehr wichtig war und eigentlich großartig dass wir an einem Ort sind wo so viele Geschichte ist und der immer noch lebendig ist.
00:07:26: Und du hast es ja schon angedeutet auch für uns eigentlich ein ganz, ganz... ... zentraler, wichtiger Ort ist.
00:07:30: Ja!
00:07:30: Man muss sagen es lief noch nicht immer so gut wie an Tag ... ... achttausend, einhundert, siebenundvierzig unserer Freundschaft.
00:07:37: Die Anfänge waren beschwerlich und das Malzhaus war einer der wenigen Clubs kann man sagen... ... die dem Duo Stila Lukaciu eine Plattform geboten haben obwohl kaum Leute da waren.
00:07:47: Und der erste Club überhaupt mit in Deutschland?
00:07:50: Und das ist das Besondere auch am Vogtland generell ... Vogtland hat uns wahnsinnig gepusht.
00:07:56: Hier gab es immer Leute, die gesagt haben ach ich finde das ganz cool was ihr macht und probiert euch doch mal aus unter anderem Ute Götter, die damals oder wahnsinnige viele Jahre auch hier das Programm gemacht hat und auch mit ihrem Mann sehr viel reingesteckt hat.
00:08:08: Und die hat gleich am Anfang gesagt hey spiel doch mal ein Konzert bei uns im Keller und nicht weiß noch da waren vielleicht so fünfzig- sechzig Leute da.
00:08:15: das war für uns schon Wahnsinnig viel!
00:08:20: Das ist eine wichtige Wiege.
00:08:22: Es ist doch eigentlich geil, wenn du in deiner Heimat Leute hast die schon am Anfang an dich glauben und dir so eine Plattform geben.
00:08:30: Also da haben es andere Beschwerliche auf jeden Fall mit ihrer Heimat.
00:08:34: Apropos Plattformen Antonio.
00:08:36: ich erinnere mich in unseren ersten Jahren immer wenn ich Antonio hier mal in seiner Stadt besucht habe kamst du irgendwann sehr aufgeregt zu mir und meintest Mensch also ich muss unbedingt mitkommen!
00:08:46: Ich hab einen Termin im Malzhaus.
00:08:48: dann meine ich mir gut komme ich halt mit.
00:08:51: Guck mir das an, ich wusste nicht was da mich erwartet.
00:08:55: Und wir kamen hier rein und die Stühle waren weg und es waren sehr viele Staffeleien aufgebaut... ...und er dachte sich, was machen wir denn jetzt?
00:09:07: Dann hast du dich ausgezogen!
00:09:11: Und hast dich auf die Bühne gesetzt.
00:09:15: Du hattest davor auch nicht gesagt, was ich tun soll.
00:09:20: Dann war halt das der Malkurs und die Thema war nicht jugendfreier Akt.
00:09:29: Ich weiß auch nicht, also es war auf jeden Fall.
00:09:31: du saßst dann hier und ich stand dann dort eine Stunde
00:09:35: zwei Stunden
00:09:36: und dachte was soll ich jetzt hier machen?
00:09:38: Und du dachtest aber super!
00:09:39: Das muss eine gute Plattform sein um unsere Freundschaft nochmal zu stärken.
00:09:44: wenn Damals, wir hatten uns ja erst kennengelernt.
00:09:46: Wenn ich meinen Kumpel jetzt mitnehme und er mir dabei zwei Stunden zuschaut wie ich nackt auf der Bühne sitze.
00:09:54: Na das ist krass!
00:09:55: Du hast mich heute erst dran erinnert... Ich hab das komplett verdrängt und vergessen aber ich weiß dass es halt fünfzig Euro dafür gab.
00:10:02: Ja.
00:10:05: Wie viel gab's?
00:10:06: Hundert?
00:10:07: Nein, das waren fünf ... Das waren fünfzig euro.
00:10:09: na klar
00:10:11: Nicht Marc.
00:10:11: Nee, Marc war in der See.
00:10:13: So alt bin ich auch nicht.
00:10:16: Ich war grade achtzehn, hab angefangen Musik zu studieren und hab gesagt was kann man dann gucken?
00:10:21: Gute Nebeneinkunft!
00:10:22: Und es war interessant weil du bist ja immer durch die Reingele gegangen und hast dann erklärt und mir danach erzählt wie unterschiedliche Menschen einsehen wenn man nackt ist.
00:10:30: Ja
00:10:31: das war wirklich erstaunlich das könnt ihr euch nicht vorstellen Das stimmt.
00:10:35: jetzt kommt auch meine Erinnerung wieder Nicht an deinen nackten Körper, sondern an die unterschiedlichen Bilder.
00:10:42: Es gab ... Und man muss dazu sagen, es waren vorwiegend Frauen, die diesen Malkurs besucht haben und es war erstaunlich wie unterschiedlich.
00:10:51: Also das war wirklich von Hercules in jeder Form bis Absoluten Schmächtlingen alles dabei!
00:11:01: Wie man's halt sehen will sozusagen.
00:11:03: Stimmt?
00:11:04: Das war ne wichtige Lebensschule für mich.
00:11:07: Ja, aber es ist auch generell ein Ort gewesen hier das Malzhaus wo viele Preisverleihungen sind und waren.
00:11:14: Und wir haben tolle Künstler kennengelernt.
00:11:15: Tommy Ungerer der zum Beispiel die Karikaturpreise gewonnen hat.
00:11:19: Das ist schon ... Es macht was mit ein!
00:11:22: Generell auch wenn ich an Heimat denke... Das ist vielleicht eine andere Heimat als viele andere Vogtländer das beschreiben würden weil wenn ich die Augen schließe und an Heimat denke dann denke ich natürlich an die Straßenbahn wenn sie um die Ecke biegt wie das klingt.
00:11:37: Das ist so ein plauder Geräusch, auch am Tunnel.
00:11:38: Diese eine Kurve das ist so drin und ich denke automatisch ans Theater Und ich denke an meine Kindheit und Ich denke daran wie das ist Weil meine Eltern ja beide Musikere sind am Theater.
00:11:50: Wie das isst wenn man Eine Probe früh besucht die Musikerinnen zu sehen, wie sie auspacken und einpacken.
00:11:58: Wie das ist wenn man bei einer Probe dabei ist?
00:12:00: Wie aufgeregt die Sänger sind, wenn es zur Vorstellung geht, wenn die geschminkt werden... ...wie das riecht!
00:12:05: Wenn ich die Perücken aufbekomme.
00:12:07: Wenn sich der Tilo, der sonst eben der Tillo isst, der somit früh das Kind in die Schule bringt, sich abends verkleidet und plötzlich singt oder spielt was das macht mit einem Menschen.
00:12:18: und Das ist das Besondere auch an so ner Stadt und an dieser Größe von so ner Statt.
00:12:22: du kannst in eigentlich, wenn du möchtest und wenn du interessiert bist.
00:12:25: Und wenn du auch Lust hast kannst du in fast alle Nischen einer Stadt hineinblicken weil das eben eine überschaubache Größe ist und du kennst automatisch relativ schnell jemanden und ich weiß dass sich die ersten paar Mark auch damals als Kind schon im Theater verdient habe mit kleinen Kompasenrollen.
00:12:46: Das ist für mich auch Heimat, wenn ich die Augen schließe und daran denke.
00:12:49: Dieses Verkleiden in diese andere Welt hineintauchen, das ist einfach ganz wunderbar!
00:12:55: Ja
00:12:56: man muss dazu sagen wir wollen natürlich das Ganze nicht nur subjektiv halten was jetzt irgendwie Heimat ist und ob das Theater oder die Natur ist sondern Antonio Ich habe mich belesen Was die drei Grundsäulen des Heimatgefühls sind.
00:13:09: Jetzt
00:13:09: bin ich übergesprungen.
00:13:10: Pass auf Und es macht Sinn.
00:13:13: Die erste Grundsäule ist das Gesellschaftliche, das Emotionale.
00:13:16: Dass man Freunde findet und Familie hat und sich damit verbunden fühlt.
00:13:21: Das kann erst mal überall sein.
00:13:23: Das Zweite ist die Reviermarkierung, kann man sagen.
00:13:27: Also was Tiere machen ... Die haben ja Reviere!
00:13:30: Und wir sind eigentlich ähnlich, muss man sagen?
00:13:32: Weil das Revier beschreibt nur einen Ort für ein Tier wo es sich sicher fühlt weil's die Ecken kennt und die Abläufe kennt.
00:13:41: Also sag ich mal so, wenn ich jetzt ein Fuchs bin und ich habe einen Revier dann weiß ich relativ genau irgendwann da ist eine Straße.
00:13:48: Und da ist der Bauer weg.
00:13:49: Da greife ich die ganz an zum Beispiel.
00:13:53: Und du weißt auch wann der Wolf vorbeikommt hast immer ah, zwanzig Uhr gehst du lieber nicht mehr raus.
00:13:58: So und das ist sozusagen Du kennst dein Revier und auf uns Menschen übertragen heißt es natürlich du kommst klar ohne Google Maps Ja?
00:14:06: Also du kannst sagen, Mensch also heute ich brauche gar nicht mein Telefon.
00:14:10: Ich weiß wo der Rewe ist... ...ich weiß wo es Klamottengeschäft ist und ich weiß wo ein Bäcker is'.
00:14:15: Und das nicht nur aufs örtliche übertragen sondern auch in der Wohnung zum Beispiel!
00:14:20: Man kennt das von so Umzügen wenn man umgezogen ist.. ..und dann nachts auf Toilette geht und versucht nicht weiß wo er Lichtschalter ist
00:14:26: ja?!
00:14:26: Und die ersten zwei Gänge enden mit einer Beule am Kopf weil man's nicht gefunden hat.
00:14:31: Und ab dem Moment wo man den Lichtschalter findet
00:14:34: Intuitiv
00:14:36: kann man eigentlich sagen, jetzt weiß man wo sein Revier ist.
00:14:39: Das ist die zweite Ebene und die dritte Ebene.
00:14:42: Schöne Bilder!
00:14:42: Ja und die Dritte Ebne Antonio
00:14:45: ist...
00:14:46: Und darüber können wir auch heute noch mal sprechen weil ich glaube es ist eine wichtige Ebene für uns gewesen ist ein Platz zu finden an diesem Ort oder innerhalb dieser Gesellschaft.
00:14:56: Also zum Beispiel wir sind natürlich jetzt Musiker geworden.
00:14:58: Aber dass man sagt, ich habe eine Aufgabe in dieser Region oder einer Aufgabe in der Gesellschaft und ich fühle mich gebraucht an diesem Ort.
00:15:08: Und gerade diese Ebene war für uns ganz wichtig weil wir sind aus unseren Heimatstätten erst mal weggezogen, Zwickau und Plauen nach Leipzig.
00:15:19: aber auch als wir in Leipzig waren und Musik studiert haben stand die Frage für Wird das unsere Heimat, ist es unserer Heimat oder ziehen wir weiter?
00:15:29: Und ich kann mich noch gut daran erinnern.
00:15:32: Viele in unserem Umfeld sind damals nach Berlin gezogen.
00:15:35: Sie sagt, in Berlin das ist eine größere Musikszene da geht noch mehr und wir haben immer nur gesehen dass in Berlin vor allem weniger Gagen gehen.
00:15:45: Aber vor allem war entscheidend, dass wir in Leipzig in relativ frühen Jahren schon für uns so einen Platz gefunden haben eben einen Platz als Musiker gefunden.
00:15:58: Wir hatten in den jungen Jahren ein Club gegründet, wir haben in den Jungen Jahren dort ein Label gemacht ... Wir hatten auch uns muss man sagen und hatten damit ja auch schon so ein bisschen freundschaftliche Wurzeln geschlagen.
00:16:10: Und der große Grund ist nicht zu tun und vielleicht auch nicht in die große weite Welt in dem Moment zu ziehen weil ich weiß auch noch gerade wenn mein Jazz-Musik macht steht auch im Raum dass man mal nach New York geht zum Beispiel und viele Kollegen, Kolleginnen sind für einige Jahre nach New York gegangen oder dort Kleben geblieben.
00:16:26: Aber wir hatten, glaube ich immer dieses Gefühl und das hat uns geeint dass wir in dieser Region schon Wurzeln geschlagen haben und egal ob es jetzt um Plauen geht oder Zwickau oder Mitteldeutschland.
00:16:36: Und dass man sage ich mal lieber, ich sag mal in Leipzig wer ist als in Berlin der zweinvierzigste oder vierhundertzwanzigste Pianist der da rumläuft.
00:16:49: Dieses Gefühl hat uns schon in ganz jungen Jahren begleitet.
00:16:53: Und in irgendeiner Form gestärkt, unseren Weg so zu verfolgen?
00:16:58: Das was du grade sagst ... Also dieser Punkt mit Aufgabe finde ich ein wunderbares Wort weil da steckt Gabel drin und Gabel das ist etwas was jeder hat und was es eigentlich gilt nicht für sich zu bewahren sondern sozusagen auszusenden und zu schenken.
00:17:18: Das, was du gerade gesagt hast ist natürlich auch dass man irgendwie eigentlich einen Platz dafür braucht.
00:17:24: Und ich glaube den Mut zu haben das auch außerhalb zu finden ist schwieriger manchmal wenn man das alleine hat.
00:17:31: aber ich glaube auch dass wenn du eben so einen wie soll ich sagen so ein Background hast wie hier ist eigentlich wahnsinnig viel möglich und das ist auch das was man manchmal vergisst.
00:17:40: als wir nach Leipzig gezogen sind war ja das Gefühl nicht so wie jetzt sondern es war ganz viel Platz und das is ja in Plauen auch so.
00:17:47: Es ist eigentlich ganz viel Platz für neue Ideen.
00:17:51: Und eigentlich ist alles dafür da und dass zum Beispiel solche Menschen wie Chris und Christian jetzt den Club machen, wie es mal zu Hause.
00:17:59: Das ist ja die nächste Generation das sind die Leute, die früher hier unten mit uns im auchem Club waren und selber Bands gegründet haben und davon infiziert worden sind von dieser Sache und dass plötzlich, dass das weitergelebt wird Auch in so einer Gemeinschaft, die sich seit Jahren kennt heißt er auch genau das.
00:18:14: Und das ist schön, wenn du sowas an so einem Ort findest und ich glaube, dass manchmal mehr Potenzial sogar da ist für neue Ideen an solchen Orten als eben in Berlin zum Beispiel.
00:18:25: Weil da viel mehr Fluctuation teilweise ist und wenn du hier dir es dir verschärzt.
00:18:34: Musst erst mal nach Zwiegau kommen!
00:18:38: Das sah richtig an meinen Freunden.
00:18:41: Ich glaube, deswegen sind wir auch in Leipzig geblieben, weil der Schlagmensch doch relativ nah ist und ich würde es wirklich behaupten, dass wenn viele Leute herkommen sagen erst mal, das ist erstmal ein bisschen schroff, das so ein bisschen bergvoll und zänkisch gerade raus aber das ist eigentlich ganz lieb gemeint.
00:19:00: Achso!
00:19:04: Als du z.B.
00:19:05: du Sau oder so, das haben wir auch mal gesagt.
00:19:07: Du Sau ist die größte Kompliment was du hier kriegen kannst.
00:19:10: Anerkennung!
00:19:11: Woanders würde ich sagen wie kann man...
00:19:14: Alter,
00:19:15: wie du warst ja gestern wieder ein Bier weggehauen hat.
00:19:19: Das ist ein Riesen-Kompliment!
00:19:20: Ach, Bier?
00:19:21: Stimmt.
00:19:22: Du stieler Lukaccio IST mal was anderes.
00:19:25: Das war auch lange Zeit so ein Kompliment... Aus dem
00:19:27: Fuckland,
00:19:28: ja.
00:19:29: Was ist das?
00:19:30: Ist mal was
00:19:31: Anderes?!
00:19:31: Aber
00:19:33: es ist auch anders gesagt so.
00:19:34: Es war etwas anderes.
00:19:35: Aber Antonia wenn wir hier gleich bei Plauen sind, natürlich ... auswerten, was auch die Musik vielleicht an Heimat mit sich bringt.
00:19:47: Aber was ist denn für dich typisch Plauen?
00:19:50: Schon die Sprache!
00:19:52: Und das Krasse ist...
00:19:55: Kannst du es auch ein bisschen auf der Sprachursache machen?
00:19:57: Ich habe das ein bisschen verlernt und wenn ich das... Kommst
00:20:00: du nicht so ein bissel rein?
00:20:01: Ein
00:20:01: bisschen.. aber das Ding bei mir ist dann eine Mischung aus sexisch, thüringisch und irgendwas.
00:20:05: Ich weiß gar nicht was das mehr ist, aber ich kapp ganz viele Kassetten von früher noch im Kopf und es gibt so Videos von mir wie ich wirklich krass Fuchtlinch gesprochen habe.
00:20:15: Also wirklich, dass man sagt das ist ein Fucht-Linch-Roboo.
00:20:19: Sagt man es?
00:20:19: Ist das richtig?
00:20:20: Sowas in die Richtung!
00:20:21: Auf jeden Fall und ich weiß nicht... Ich bin so'n Typ der verlernt das schnell aber du kannst es besser.
00:20:26: Du redest ja immer noch im Zwiegerhau, der leckt auch.
00:20:28: Na klar.
00:20:29: Das ist so eine Waffe.
00:20:30: Da sage ich euch Das ist ... das ist wirklich so.
00:20:35: Wie?
00:20:36: Los!
00:20:37: Nee, das ist ja ... immer sagt es auch tun kriegst du der Zwickau nicht aus dir raus.
00:20:40: Also da kannst du weggehen wie weit du willst aber Zwickauer wohnt in mir drin.
00:20:46: Was heißt das?
00:20:47: Da ist eine gewisse positive Aggressivität.
00:20:51: Ist es
00:20:53: wirklich so?
00:20:54: Ja, vollkommen.
00:20:58: Ich mein... Und manchmal, wenn mir was wirklich gegen Strich geht.
00:21:03: Ja aber du klärst es alles verbal!
00:21:05: Das ist auch
00:21:06: funkter.
00:21:06: Aber guck mich auch körperlich an, ich hätte eine andere Möglichkeit... Hab' ich jetzt nicht groß.
00:21:11: also ich sag mal wen soll ich da umhauen?
00:21:17: So ein Bayer ist ja groß.
00:21:21: Die Landbevölkerung, die sind ja doppelt.
00:21:23: Das ist ja ein doppelter Stieler.
00:21:25: Na ja klar!
00:21:26: Da muss man was sagen.
00:21:27: Deshalb geht es nur verbal.
00:21:29: Zwickauer wird sich verbal.
00:21:30: Definitiv.
00:21:32: Das kannst du gut.
00:21:36: Du heißt ja Lukaciu mit Nachnamen?
00:21:39: Rumänischer Vater, rumänischer Opa... Hast du in irgendeiner Form verbindest Du mit Rumänien Heimat?
00:21:46: Ja, definitiv.
00:21:48: Aber ich würde auch immer sagen, Heimat ist ja wirklich auch an Menschen extrem gekoppelt und an den Geschichten die man da miteinander
00:21:56: ja
00:21:56: auch erlebt.
00:21:57: Und na klar!
00:21:58: Ist dann Rumänian Heimat.
00:21:59: und natürlich ist der Flaumschnappsheimat und das krasse ist... Ich weiß nicht, warum das so ist.
00:22:06: Aber dadurch, dass ich ja keine wirklichen vuckländischen Wurzeln habe, keiner aus meiner Familie kommt aus dem Vogtland, verbinde ich mit Heimat immer Sehnsucht.
00:22:17: Weil meine Mutter kommt aus Dresden und mein Vater kommt aus Rumänien.
00:22:20: Ich bin im Plauenbrust geworden.
00:22:23: Und man reist auch immer zur Familie.
00:22:27: Man reist nach Dresde zu Oman oder Opa nach Rumänian... Es ist ein bitter süßes Gefühl!
00:22:34: Und es ist wunderschön, weil man ist trotzdem auf der Suche, obwohl man zu Hause ist.
00:22:40: Man vergleicht sich die ganze Zeit mit dem Leben was dort ist.
00:22:44: Er weiß nicht wie's bei dir ist aber wenn du nach Rumänien in die Schuhe kommst dann riecht das anders.
00:22:51: Dann sind Gerichte anders und dann ist die Sprache eine andere und es ist trotzdem zuhause.
00:22:56: Das ist etwas ganz Besonderes, weil du eben doch nicht zu Hause bist!
00:23:02: Und dieses nie ganz ankommen, das macht was und du wirst ein automatisch suchender Mensch.
00:23:10: Das verändert deine Lebenssicht auf so viele Dinge und du hast immer eine Erwartung an das Morgen und auch immer eine gewisse... Also ich hab ne Sehnsucht nach Ferne!
00:23:20: Wenn ich irgendwo bin, ich möchte immer ankommen und trotzdem weiter.
00:23:25: Das ist mein Plaun-Gefühl immer gewesen.
00:23:28: Ich weiß nicht, ich habe mich wahnsinnig ... Ich bin sehr für die Stadtgeschichte als Schüler interessiert.
00:23:32: Interessierst dich für jegliche Stadtgeschichten, egal wo wir sind?
00:23:37: Wir waren vor zwei Tagen in Görlitz und Antonio hat die Angewohnheit zum Experten zu werden aber zum Experte der eben gerade gebraucht wird.
00:23:46: Und vor zwei Tage in Görls war es so ... Wir waren dort mit jemandem unterwegs.
00:23:50: Der war dort unterwegs als Stadtbauplaner.
00:23:55: In dem Moment hast du gedacht, jetzt wär's ein guter Moment, Experte zu sein für Stadtbauplanung.
00:24:02: Und ich hab euch beobachtet ... Weil du hast ihm die ganze Zeit erzählt wie Görlitz gebaut ist?
00:24:07: Nein, das war kein Austausch!
00:24:10: Du hast ihm erzählt, wie Görls aufgebaut ist.
00:24:14: Das
00:24:14: ist aber gut ... Aber man muss sagen ... dieses Gefühl, also was ich als zweites gesagt habe.
00:24:21: Was das Heimatgefühl ausmacht.
00:24:22: Also reviermarkieren sich ohne Google Maps zurechtfinden.
00:24:27: Es sind tatsächlich... Das sind diese kleinen Tricks die du wahrscheinlich auch unbewusst machst um irgendwo anzukommen weil es muss ja nicht immer der radikale Umzug sein und ich ziehe jetzt woanders hin.
00:24:37: Es ist auch wie in unserem Beruf dass man einfach viel unterwegs ist und es viel bei uns darum geht wirklich an zu kommen.
00:24:43: Nicht nur im Moment auf der Bühne sondern auch ... bei den Leuten anzukommen, die in dem Moment den Club machen oder das Konzerthaus.
00:24:50: Bei dem Publikum anzuk kommen und irgendwie im Hier-und-Jetzt zu sein und nicht so sagen ich stelle mich auf eine Bühne aber im Geiste liege ich auf der Couch Zuhause.
00:24:59: Und ich glaube bei dir ist dieses Ey!
00:25:00: Ich muss sofort was über die Stadt erfahren... ...ich muss in jede Kirche rennen und du rennst ja dann noch einfach los auch ohne dein Handy zum Teil.
00:25:09: Ist wahrscheinlich intuitiv dieses Gefühl der Reviermarkierung dass du sofort denkst Hey!
00:25:13: Ich musste es hier kennenlernen.
00:25:15: Zumindest hat es mich daran erinnert, als ich über dieses Heimatgefühl gelesen habe.
00:25:20: Wie du da immer rumrennst und irgendwie ganz viel über diese Stadt erfahren musst wie viele Einwohner dich hat, wie die Geschichte ist... Es ist für dich ein Ankommen?
00:25:28: Ja!
00:25:28: Und ich finde auch wir vergessen das selber manchmal in was für geilen Städten wir leben.
00:25:35: Geiss, wir haben.
00:25:38: Es gibt sogar einen Stadtfilm über Plauen und da wird so berichtet wie viele Willen hier es früher gab's ich glaub hundertfünfzighundertsechzig jetzt gibts noch sechzig oder so.
00:25:45: Ja sind
00:25:45: auch welche frei?
00:25:46: Sind noch... Und dann gibt´s hier Leute die super engagiert sind in der Stadt die dann Führungen machen unter Tage und sonst was wirklich sich wirklich auskennen und wirklich ein Liebe drin entwickeln und das weitergeben.
00:26:03: Wir müssen das bewahren.
00:26:06: So ein Ort wie das hier, das zu wissen was für eine Geschichte es hat, das Malzhaus und was ist für einen wichtiger Ort?
00:26:11: Das ist so wichtig dass auch die nächste Generation den kennt.
00:26:15: und die Geschichte weil nur dann bleibt's lebendig so.
00:26:17: und ich glaube... Das sagt ja auch Gustav Mahler so ein Komponist der sagt so wir bieten nicht die Asche an sondern wir beten das Feuer an und sozusagen was da rauskommt.
00:26:27: aber es geht nicht ohne die Wurzeln Und wir haben ganz tolle Wurzeln und können so viel daraus ziehen für uns.
00:26:34: Ja!
00:26:35: Wir auch als Gesellschaft, wenn wir unsere Orte kennen... ...und die feiern und sagen ich gucke durch die Kirche an und wie schön wir sie hier haben.
00:26:43: Ich finde Fugland und auch die Stadt ist wunderschön
00:26:46: Ist es, total.
00:26:47: Also und man muss dazu sagen egal wie weit wir das treiben werden mit Digitalisierung dieses Gefühl und Heimatgefühl lässt sich nicht ersetzen durch den digitalen Raum.
00:26:57: also egal wie lang du da dran rum scrollst mit einem Daumen wird dieses Gefühl was du jetzt eben beschreibst egal ob du dich zugehörig gefühlst gegenüber Menschen oder einem Ort, es wird sich nicht ersetzen lassen.
00:27:08: Ja
00:27:08: und die Leute sind auch hier stolz darauf, wenn was passiert.
00:27:12: Es ist so ein Ort wie die neue Kaffee-Rösterei.
00:27:13: So eine Kaffe-Rösterei wo das ein Typ lange weg war und wiederkommt und seinen Wissen mitbringt und den geilsten Kaffees der Republik mitmacht.
00:27:22: ich bestelle mir denen immer den blauener Kaffe nachher.
00:27:24: Du redest sehr oft über diese Kaffe.
00:27:27: Jeden zweiten Tag.
00:27:29: Ich finde es geil, dass du was gibt und dann feiert man das hier auch noch mehr.
00:27:34: Du hast es aber schon angesprochen mit Gustav Mahler und eher dem Feuer anbeten als die Asche.
00:27:41: Wir wollen natürlich auch einen Blick darauf werfen passiert musikalisch mit Heimat.
00:27:46: Und ich kann mich daran erinnern, in sehr jungen Jahren haben wir an so Jazzpreisen teilgenommen und das Lustige war an diesen Jazzpreisten die waren immer auf so Dörfern.
00:27:56: also es war jetzt nicht der Jazzpreis Berlin oder Jazzpreist Dortmund oder Dresden sondern zum Beispiel der Jazz-Preis Biberrach ja?
00:28:05: Und damit dass dann nicht klingt nach Biberbach hat man einfach generell bei diesen Jazzpreisen das Wort international davor gesetzt.
00:28:13: Also wir sind zum Beispiel Preisträger des Internationalen Jazzpreises Biberach und ich kann mich noch daran erinnern, dass man da immer gespielt hat und dann hat man natürlich auch eine Auswertung bekommen von der Jury Und die damalige Auswertungen der Juri und es führte wirklich zu tumultartigen Szenen im Publikum.
00:28:38: war Es ihnen zu wenig?
00:28:43: New Orleans war, also im Sinne war es ja ein Jazzpreis und New Orleans ist nun die Jazzstadt oder mit auch die Wiege des Jazz.
00:28:50: Es war zu viel Fugtland Ja!
00:28:53: Und das spaltete das Lager weil die einen haben gesagt na das ist doch genau richtig Die beiden kommen von dort und sollen nach Fugdant klingen.
00:29:02: Ja, also das ist ja deren Aufgabe.
00:29:04: So geil
00:29:04: dass es jemand sagt, dass wir nach Vogtland klicken!
00:29:06: Naja, aber wir hatten damals auch unsere Stücke so genannt.
00:29:10: Also zum Beispiel ein Stück hieß Teilsperre-Pöhl.
00:29:14: Man kam nicht drumherum und wir haben auch schon damals von unserer Heimat berichtet.
00:29:19: Wir haben ein Stück geschrieben d.h.
00:29:20: Plauen Und ein Stück d.he.
00:29:24: Laubsturmen und dann habe ich irgendwas erzählt vom Werderauer Wald.
00:29:29: Es ging damals auch schon in unserer Musik um Heimat.
00:29:35: Wie gesagt, es spaltete das Publikum, weil die einen haben natürlich gesagt, dass hier ist ein Jazzpreis.
00:29:39: Wir wollen also die Rezepte des Jazz hören und die anderen sagten, hey, Jazz heißt Improvisation oder Ausdruck von sich selbst.
00:29:49: Wenn man aus dem Vogtland kommt, sollte man nach dem Vogtrend klingen!
00:29:53: Und wie langweilig wäre die Welt, wenn Leute, die plötzlich aus dem Fugtland kommen, klingen wie aus New Orleans.
00:30:01: Das war eine schöne Erinnerung daran für mich.
00:30:03: im Nachhinein auch ne irgendwie beflügelnde Aussage weil ich dachte ey alles richtig gemacht.
00:30:10: und ich glaube gerade in der heutigen Zeit ist die Gefahr natürlich da dass so regionale Unterschiede egal ob es das Essen is oder der Dialekt oder eben auch Musik ganz langsam verschwindet, ne?
00:30:24: Weil plötzlich ... durchmücht sich alles und du kannst sogar im Erzgebirge Spezialist werden für indische Gamelanmusik.
00:30:31: Es ist alles möglich!
00:30:32: Und es ist super.
00:30:35: Aber die Gefahr ist natürlich da und das hört man vielleicht auch gerade wenn man irgendwie Spotify aufmacht und Pop-Musik hört, dass plötzlich egal woher du kommst klingt, alles gleich.
00:30:44: Manchmal machst du Radio an den Stäben keinen Unterschied mehr.
00:30:49: Ja.
00:30:50: Und umso wichtiger glaube ich so seine eignen Wurzeln mit in die Musik zu tragen.
00:30:55: Und ... Antonio, gibt's irgendwas für dich wo du sagst musikalisch?
00:31:01: Wie klingt das Vogtland für dich?
00:31:02: oder was hat dich musikalische im Vogt Land geprägt?
00:31:04: Es ist so krasse Lieder!
00:31:05: Also Plown-Ply-Plown, es ist so ein... Oder Mädel kommen singe singe und gib mir einen Schmatz und so.
00:31:14: Das ist schon krass drin in mir.
00:31:17: Ich hab mal bei Möbelbiller zur Wie hieß denn das?
00:31:22: Wie heißen die Bauernwoche zur BauernWoche in der dritten oder vierten Klasse mit der Cindy an meiner Hand, Kommedl, kommedl gib mir einen Schmatz gesungen.
00:31:33: Und mein kleiner Bruder hat danach dann die Melodie nochmal auf der Blockflöde nachgespielt.
00:31:38: Das
00:31:39: liegt da den musikalischen Highlight.
00:31:40: Das ist
00:31:40: so auch diese Tracht!
00:31:42: Man hat diese Tracht an und dann singt man dieses Lied.
00:31:45: Und Cindy hält die Hand, ist ganz kalt... Man spürt dass es ihr auch so unangenehm ist.
00:31:54: Sie hat kein Plex!
00:31:55: Ich singe die ganze Zeit das sie mir noch mal einen Schmatz geben soll.
00:31:58: Wir sind dritte Klasse und wir wissen eigentlich gar nicht emotional was wir da gerade machen.
00:32:02: aber es fühlt sich komisch an und verkleidet.
00:32:05: Aber irgendwie ist das auch Heimat dass man diesen, ich hab wirklich krass Vogel in den Stangen gesungen.
00:32:11: Und das gibt's auch auf Videokassette und wenn man sich es anguckt denkt man geil aber irgendwie was ist das?
00:32:19: Und daneben war so eine riesengroße Kuh Aber die war so überdimensional groß und ich stand dann direkt neben der Zitze und sang das Lied.
00:32:28: Das sind die Bilder die da drin sind.
00:32:31: Es ist fast ne Wahnsinnserinnerung.
00:32:34: Nein, aber... Gibt's so Zwickauer-Lieder?
00:32:38: Ja, klar.
00:32:39: Steigermarsch?
00:32:41: Ist das Zwiegau?
00:32:42: Das ist eine Zwiegaohymne.
00:32:43: Glück auf!
00:32:44: Nein, das war Erzgebirge ... Nee, aber das ist auch Zwickau.
00:32:47: Zwickauer war auch Bergbau.
00:32:48: Darüber können wir auch noch sprechen gerne natürlich.
00:32:51: Nein, aber klar gibt's und man muss auch sagen natürlich in Zwickow hat mich natürlich sehr geprägt.
00:32:56: wenn so ne kleinere Stadt sozusagen einen Sohn hat der berühmt wurde also ich dann wird alles nach ihm benannt.
00:33:05: Also dann ist alles, dann wird... Nein ich meine natürlich Robert Schumann.
00:33:09: Robert Schuman statt Zwickau der berühmte Komponist Romantika.
00:33:14: Ja aber dann auch relativ schnell weggegangen?
00:33:16: Nö ja!
00:33:17: Aber er ist Zwickautreu geblieben und in Zwickauer ist alles Robert Schuhmann.
00:33:23: also es gibt das Robert-Schumann-Konservatorium auf dem ich unterrichtet wurde.
00:33:27: Es gibt die Robert-Schumann Tage.
00:33:29: Bis dahin habe ich's nicht geschafft.
00:33:30: Das ist ein internationaler Klavierwettbewerb.
00:33:33: Klassisch.
00:33:34: Es gibt das Robert Schumann Haus.
00:33:35: Das Robert Schuman Denkmal, da macht man dann Bilder wenn man so Jugendweihe hatte und dann hat man irgendwann gedacht Mensch also jetzt haben wir relativ viel Robert Schuma was können wir noch machen?
00:33:43: Und dann haben wir einen Gymnasium gegründet und da hat man natürlich überlegt wird es ist jetzt ein Robotschumann-Gymnasium.
00:33:49: aber er dachte ne das ist zu platt!
00:33:51: Da wurde es das Clara Wieggymnasium.
00:33:53: Das war seine Frau ja und ich war sozusagen auf dem Clara Wieggymnasiums und die hat zum musikalischen Zweig Und du kannst dreimal raten über was mein Abitur war.
00:34:04: Robert Schumann?
00:34:04: Richtig, Robert Schuman!
00:34:07: Und alles ist Robert Schuma und man lernt ihn also sehr genau kennen.
00:34:09: Ja.
00:34:11: Es gibt sogar eine Zwickauer-Sinfonie die man so nennt ja... Eine Unvollende der Sinfonien.
00:34:16: nicht weil er gestorben ist sondern ich glaube er hatte irgendwann keinen Bock mehr.
00:34:20: Er hat ihn in sehr jungen Jahren geschrieben.
00:34:23: aber Trotzdem muss ich sagen, natürlich ist das irgendwie alte Geschichte und letztendlich hört man dann Robert Schumann als junger Mensch und denkt ja komm irgendwann reicht's auch.
00:34:34: Aber es führt unweigerlich dazu dass man sich natürlich mit ihm beschäftigt und in irgendeiner Weise auch mit ihn beschäftigt in einem Alter wo einem das manchmal noch gar nicht so bewusst wird und auch natürlich diese Musik hört von ihm und man sieht das Denkmal und Man sieht das Museum und den Wettbewerb Und dann passiert eigentlich was Schönes, dass man egal ob man will oder nicht.
00:34:55: Man kommt ja nicht an ihm vorbei aber man wird geprägt von ihm und in einer gewissen Form trägt sich das ja weiter sozusagen also du bist was Du ist.
00:35:07: Das gilt auch für Musik.
00:35:09: Ja Also wir sind letztendlich die musiker geworden von der musik die wir konsumiert haben Oder eben auch am meisten konsumierten.
00:35:16: ja und ich glaube zum Beispiel robert schuhmann was mich bei ihm immer wieder fasziniert hat, war jetzt gar nicht seine riesigen großen Werke.
00:35:24: Sondern eigentlich die Lieder ähnlich wie bei Schubert.
00:35:27: Und gerade als Pianist war es oft so... Gerade viele Fragen, das waren ich mal beim Jazzstudium.
00:35:33: Wie lernt man das?
00:35:34: Woher nimmt man vielleicht die Inspiration?
00:35:37: und für mich war's oft so dass sich wirklich die die Lieder von Schubert oder eben auch Schuhmann mir angeguckt habe und geguckt hab, was machen die denn?
00:35:44: Wie sind den Stimmen verteilt.
00:35:46: Was machen die in der linken Hand zum Beispiel?
00:35:48: weil das was wir machen und auch was Jazz Musik macht ist ja nicht dass die Welt neu erfunden wird jedes mal sondern es irgendeiner Form gab's alles schon.
00:35:57: Der Kontext ändert sich.
00:36:01: Ich glaube ohne Robert Schumann hätte ich mich wahrscheinlich, wäre das jetzt nicht unbedingt so ein Komponist gewesen wo ich gesagt hätte yes mit dem beschäftige ich mich jetzt mal.
00:36:08: Aber weil er eben aus der gleichen Stadt kommt wie ich war der Punkt plötzlich da dass ich dachte na klar dann fangen wir mal bei ihm an und insofern finde ich es gut da so ein Stück musikalisches Erbe weiterzutragen auch wenn's noch ein ganz kleines Samenkorn ist was da so so im Weitergetragen wird.
00:36:24: Ja bei mir was da hält?
00:36:25: der Vogelbär Baum
00:36:26: Der Vogel bär Baum Und Olaf Schubert?
00:36:29: Ja... Es gebürniger Plauner.
00:36:31: Ich
00:36:31: weiß es, er ist hier gewohnt.
00:36:33: Also Plaunen steht für Olaf Schubert und Antonio Locaccio und Zwickau steht für Robert Schumann ...und Drabi!
00:36:43: Und FSV.
00:36:44: Antonio, abschließend dazu unabhängig von Musik.
00:36:48: also man muss dazusagen auch in unserer Musik neben Talsperre-Pöhl und Plaun spielt die Heimat immer wieder eine wichtige Rolle ... nicht nur dieser Heimat, sondern auch die Heimat... ...die wir in Leipzig vorfinden.
00:36:58: Man muss sagen als Musiker man fragt sich ja manchmal,... ...woher nehme ich die Inspiration?
00:37:04: Und muss man die Niagara-Fälle sehen in seinem Leben um zu begreifen was ein Wasserfall ist oder um die Schönheit eines Wasserfalls zu erkennen?
00:37:13: und die Antwort ist natürlich sicher nein es reicht auch im Wasserfall im Vogtland und so ähnlich war das natürlich mit uns, die wir irgendwie gedacht haben naja Zum Beispiel meine Oma, weil wir von über sie gesprochen haben ... war dann die Inspiration und eben nicht die große weite Welt.
00:37:28: Sondern die Welt, die wir vorgefunden haben.
00:37:31: Da muss ich dich auch wirklich... Sorry, dass ich unterbreche!
00:37:33: Aber es ist genau das was ich an dir so schätze.
00:37:36: Ja?
00:37:36: Oh!
00:37:37: Dass du... Nein, das ist geil ein Kumpel zu haben der in so kleinen Details, die alle übersehen, was Lustiges und was Spannendes rausziehen können.
00:37:47: Weil du machst mein Leben damit irgendwie spannend Ja.
00:37:50: Und auch, dass du die kleinsten Momente eben wie Frau Holle... Ich meine wer kommt denn auf die Idee aus seiner Oma so was zu machen?
00:37:58: Man braucht aber auch Leute, die dann mitziehen.
00:38:00: Also weil ich kann mich wirklich erinnern das allererste Mal, dass wir Frau Holla aufgeführt haben war hier im Malzhaus und es war bei irgendeiner Veranstaltung also gar nicht unser eigenes Konzert.
00:38:10: Bei dem Song gehört ja nun diese Geschichte dazu.
00:38:12: Und es gehört dazu, wie man die Geschichte erzählt.
00:38:15: Nun war ich damals nicht so ein geübter Radiomonorator als heute.
00:38:19: Ich wusste also noch nicht richtig was man dazu sagen soll.
00:38:22: und ich weiß noch das hat keiner gelacht!
00:38:24: Es hat einfach keiner gelach... Also weißt du was ich meine?
00:38:27: Ja aber das
00:38:27: ist genau das Ding!
00:38:29: Man braucht auch einen Freund der danach noch sagt hey Mensch, die Story ist gut!
00:38:34: Weißt
00:38:35: du?!
00:38:37: Ja,
00:38:37: aber dass ich dein größter Fan war weißt du schon immer oder?
00:38:40: Ja
00:38:41: natürlich.
00:38:41: Und ich konnte mich auch gut durchsetzen!
00:38:44: Das muss man doch mal
00:38:46: ganz klar sagen... Aber das Ding ist, du brauchst Leute um dich herum zu feiern und das Krasse ist, das muss man jedem sagen der was Neues anfängt.
00:38:57: es gibt immer am Anfang mehr Leute die sagen es totaler Scheiß.
00:39:01: Ja, logisch.
00:39:02: Klar.
00:39:03: Ich kenne das nicht anders.
00:39:04: Am Anfang sagen immer alle ... Naja ich weiß nicht, ob das so gut ist?
00:39:09: Guck mal!
00:39:11: Oder denk lieber noch einmal dreimal drüber nach oder so.
00:39:14: Manchmal muss man einfach diesen Impuls haben und zu sagen, ich mach' es jetzt.
00:39:18: Klar, da gibt's ja auch viele schöne Bilder dafür.
00:39:20: Es gibt wahnsinnig viele schöne Bilder wie man sozusagen seiner eigenen Fantasie oder seinen eigenen Glauben vertrauen kann.
00:39:27: Also es gibt zum Beispiel dieses Bild dass man wie so ein Schiffsfrack unter Wasser hat, zu dem man taucht und alle anderen können es ja nicht sehen.
00:39:36: Weil sie schwimmen ja auf den Meer!
00:39:39: Und nur du kannst dieses Schiffsfrakt sehen und das ist sozusagen sinnbildlich.
00:39:43: die Fantasie oder die Idee Ja, und du hebst dieses Schiffsfrag hoch.
00:39:48: Und nicht im Sinne von das es vermodert ist, sondern wirklich wunderschön.
00:39:51: Irgendwann bringst du dieses Schiff an die Oberfläche?
00:39:54: Und alle sagen natürlich wow was für ein schönes Schiff!
00:39:56: Aber es braucht ganz lange Zeit um dieses Schifffrag zu heben... ...und eben auch vielleicht die Zeit, die es braucht, um...
00:40:03: Das wieder aufzubauen.
00:40:04: Die Idee so f-
00:40:06: Um es
00:40:06: aber zu machen dass sich andere mit ins Boot setzen können, dass es schön bemalt wird und dann vorne Erika drauf steht.
00:40:13: Richtig Das wird ein schöner Abschluss.
00:40:17: Letzte Frage zum Thema hier Heimat, kannst du dir vorstellen wieder zurückzukommen?
00:40:24: Das ist eine wahnsinnig krasse Frage, die ich mir ständig wieder frage und ich weiß es nicht.
00:40:29: Ich kann's aber für dich auch beantworten weil ich bin ja dabei bei deinen Gesprächen im Auto.
00:40:33: Es ist immer Jan, ne?
00:40:34: Na klar auf jeden Fall!
00:40:36: Auf jeden Fall.
00:40:38: Doch das ist immer wieder da.
00:40:41: Ich muss es einfach noch mal sagen, ich träume ja auch manchmal von Plauen.
00:40:44: Du sagst mir dann immer, es ist entweder Italien und Toskana.
00:40:48: Das ist auch eine Heimat!
00:40:50: Und ich glaube man braucht immer Träume die man nicht erreicht weil wir sind mal ehrlich, wir können ja nur zusammen irgendwo hinziehen.
00:40:56: Also das bringt jetzt nichts.
00:40:58: wenn du in die Toskaner ziehst und ich bin nicht da was bleibt denn dann noch?
00:41:04: Die Nudeln werden dir nicht schmecken.
00:41:07: So ist es doch bei uns beiden.
00:41:09: Ist doch umgedreht das Gleiche.
00:41:11: Stell dir vor, ich wohne dann später ins Fickau.
00:41:12: Du
00:41:12: wohnst im Fläum, gar nicht kürzend an?
00:41:14: Sag jetzt nicht meine Adresse!
00:41:21: Aber klar, da sind wir nahe beieinander... Ich
00:41:23: muss halt in der Stadt wohnen.
00:41:24: Ich muss ganz in der Stadwohnung wo was ist.
00:41:26: und das ist genau der Punkt so.
00:41:28: Ich wundere direkt über den neuen Kaffee Rösterai wahrscheinlich.
00:41:32: Bist du die ganze Zeit
00:41:34: drauf?!
00:41:36: Noch ein!
00:41:37: Dadi
00:41:37: geht mir noch ein!
00:41:39: Man muss ja noch Ziele haben.
00:41:40: Ich weiß, die Feinmotorik lässt uns irgendwann los und ... Die Frage ist jetzt wenn wir mal älter sind was sind noch so Ziele?
00:41:47: Und da würde ich natürlich ganz klar sagen Bürgermeister.
00:41:50: Also ... Jetzt mal die Frage!
00:41:53: Was denkst du?
00:41:54: Wer wird eher Bürgemeister?
00:41:56: Wäre ich eher Bürгermeister in Zwickau oder du eher Bürgemeister im Plauen?
00:42:00: Oh Gott nee.
00:42:01: Nee gar nicht.
00:42:02: Na sag doch mal.
00:42:03: Ja du wirst Bürgereister.
00:42:04: Richtig
00:42:07: Wichtig.
00:42:08: Ich weiß nicht, ich mache dann irgendwie... Was würde ich denn machen?
00:42:12: Naja du machst das Kulturelles natürlich.
00:42:14: Ja ja natürlich!
00:42:15: Du bist jetzt ein lieber Mensch auch.
00:42:17: Klar!
00:42:19: Ich würde mich wahrscheinlich irgendwo einklinken und sagen komm wir machen irgendwie was und dann...
00:42:25: Aber finde ich schön.
00:42:26: Es
00:42:26: ist schön dass du Bürgermeister wird.
00:42:29: Wenn das ein Ziel ist?
00:42:31: Nja, ich sag mal wenn ich gebraucht werde bin ich da Ja?
00:42:37: Du musst nur Bescheid garen.
00:42:39: Kein Problem, ja ... Also ich würde es mir zutrauen.
00:42:43: Das Schiff ist schon längst bei mir gehoben!
00:42:46: Es ist keine Fantasie mehr, das ist ganz klar.
00:42:49: Lass uns nicht über Parteien sprechen.
00:42:51: Nee, das is unabhängig davon.
00:42:52: Ich will auch nur Bürgermeister werden.
00:42:54: Das hat erst mal nichts mit Politik zu tun.
00:42:55: Das
00:42:57: ist meine Lieblingshaltung zur Politik.
00:43:00: Wenn's nicht um
00:43:00: ... Wen ich Bürgemeister bin, heißt ja nicht, dass ich da bin.
00:43:05: gibt E-Mails, Telefonen.
00:43:08: Ich wohne dann im Vogtland!
00:43:11: Nein ich will natürlich jetzt nicht hier meine Kandidatur schon von vornherein zu Nichte machen.
00:43:17: Antonio aber schönes Thema.
00:43:19: das ist eine Folge für sich.
00:43:20: Ja auf jeden Fall.
00:43:20: Zukunftspläne
00:43:21: heißt sie dann.
00:43:22: Wollen
00:43:22: wir
00:43:23: zur nächsten Kategorie kommen?
00:43:24: Wir kommen zur nächsten kategorie.
00:43:25: Das ist das Schöne am Podcast egal wie durcheinander das Gespräch davor war.
00:43:29: es kommt Kategorien.
00:43:30: und die nächste Kategori ihr Lieben was ich schon immer von dir oder in unserem Fall von euch wissen wollte.
00:43:37: Wir haben hier auf der Bühne einen Briefkasten, ihr konntet uns davor schreiben und wir sind sehr gespannt!
00:43:44: Es ist ja wirklich mal ein direkter Austausch jetzt zwischen euch und uns und ich hoffe, ihr wart lieb.
00:43:53: Sind mal Zettel drin?
00:43:55: Ein Zettl!
00:43:58: Ganz großartig.
00:44:01: Du liest immer so schön vor... Wir haben ja den Postkasten auch bei den Konzerten mit dabei.
00:44:07: Und uns erreichen so viele tolle Nachrichten, das könnt ihr euch nicht glauben!
00:44:12: Ich fahr dann meistens und entweder wir lesen es nachts noch im Hotel oder wir fahren am nächsten Tag... ...und ich sitze dann immer heulend am Steuer.
00:44:21: Das ist wirklich kein Scheiß, da sind so berührende Briefe drin, ich kann manchmal nicht mehr.
00:44:25: Es sind nicht nur berührende Briefen drinnen sondern in eurem Fall ist ein gesunder Apfel mit drinnen.
00:44:32: Vielen Dank!
00:44:33: Ich liebe Apfel.
00:44:34: Das ist toll, vielleicht ist er vergiftet.
00:44:38: Weißt du so ein Schneewittchenmoment?
00:44:41: Nein nein nein ich koste den mal Antonio.
00:44:43: Du kostest du mal.
00:44:44: Nein dann liess mal vor.
00:44:45: Koste mal.
00:44:46: wir warten dann fünf Minuten und weißt jetzt machen... Nee ich will jetzt
00:44:49: gerade kein Apfel essen.
00:44:50: Traust du dich nicht?
00:44:52: Nein ich möchte grad
00:44:53: kein Apel essen.
00:44:54: Gib mir mal her.
00:44:54: Warum?
00:44:58: Ist nicht vergifted?
00:45:03: So Wir haben einige.
00:45:06: Ja los
00:45:06: Antonia, deshalb die Schnellfrage runter.
00:45:09: Los komm!
00:45:13: Also hier steht ich finde zu einem Podcast gehört immer auch was Visuelles.
00:45:19: Sascha hat mal etwas von seinem Apfelschild-Dreck erzählt.
00:45:23: vielleicht kann er ihn mal vormachen.
00:45:25: oh ja da deswegen das passt ja wohl perfekt
00:45:29: Ist ja krass, dass du das Timing
00:45:30: hast.
00:45:30: Ach deswegen war der Apfel eingewickelt in dem Papier!
00:45:33: Jetzt macht es Sinn...
00:45:34: Alter
00:45:36: Schallock!
00:45:36: Jetzt ist die Frage an die Küche.
00:45:39: Ich lese jetzt erstmal weiter die Briefe aber die Frage ans Malzhaus könntet ihr mir ein Messer bringen?
00:45:44: Ein Messer also für den Apfel nicht für irgendwas anders.
00:45:48: Vielen Dank dann mache ich das vor und jetzt hätte ich nicht reinbeißen dürfen.
00:45:51: Na gut, aber das klappt immer noch.
00:45:53: Ich mache euch das gleich vor Weil wer unseren Podcast hört wird wissen, dass wir immer wieder auch
00:45:58: Tricks
00:45:59: und Tipps fürs Leben geben.
00:46:02: Also es ist manchmal ein Ratgeber.
00:46:04: Ja?
00:46:04: Okay.
00:46:05: Antonio!
00:46:06: Warum gibt es heute keine Geschenke?
00:46:11: In Leipzig gab es Geschenker.
00:46:13: Stimmt wirklich aber man muss sagen in Leipzig war nicht so viele Leute.
00:46:17: Da war das ein viel kleinerer Club und da haben wir es total begrenzt auf ... Aber trotzdem
00:46:23: will ich mal sagen Wir haben noch ein paar Geschenke mit, aber die wären vielleicht nicht für alle reichen.
00:46:29: Und wer noch einen Geschenk haben will, der kann einfach danach zu diesem Merchandising-Stand kommen und kriegt Geschenken.
00:46:36: Es gibt jetzt nicht unbedingt die Sachen, die auf dem Merchisch liegen.
00:46:39: es gibt so kleine schöne Tüten wo aber wirklich was drin ist.
00:46:42: deshalb ihr seid herzlich eingeladen.
00:46:43: wer also ein Geschenck haben möchte kriegt auch ein Gesenk heute Abend das sage ich euch.
00:46:48: So Antonio Nutella mit Butter oder ohne?
00:46:55: Pommes mit Mayo oder Ketchup?
00:46:57: Egal.
00:46:58: Ein Monat in einem U-Boot, oder in einer Raumstation verbringen.
00:47:03: Das ist eine geile Frage!
00:47:04: Ja.
00:47:05: Ich ... das Thema habe ich wahnsinnig fasziniert.
00:47:08: Jetzt als die Astronauten... Jemand
00:47:10: meint Matthias Maurer auch ein ganz tolles Buch.
00:47:12: Cosmic Kiss zum Beispiel für Kinder gemacht.
00:47:14: Also egal.
00:47:16: Raumstation
00:47:17: Ich auch, Raumstadt.
00:47:18: Schön!
00:47:18: Da wären wir wieder zusammen und ich glaube das wäre für uns gar nicht so ein Problem weil ich glaube dass schwierigste an dem Job ist nicht den Mund zum Runden sondern sich nicht aufs Sack
00:47:26: zu erden.
00:47:27: Stellt
00:47:27: euch vor ihr seit sieben Tage mit egal wem in so einem winzigen Raum... Ich
00:47:33: weiß wie du riechst.
00:47:35: Es gibt
00:47:35: kein Mensch, also gut einen noch.
00:47:38: aber es gibt keinen Menschen die nicht so viel gerauchten haben wie dich.
00:47:42: Wir würden klarkommen.
00:47:44: Guck mal auf die Erde du weinst.
00:47:48: So, jetzt ist aber Zeit für den Apfeltrick.
00:47:50: Freunde... Also es muss nicht zum stärksten Applaus vom ganzen Abend führen.
00:47:56: Aber wenn ihr ein bisschen mitmacht!
00:47:57: Es ist so wahnsinnig, dass ein studierter Pianist da sitzt und dann zieht wie man Apfel schneidet.
00:48:03: Ich liebe das Podcast.
00:48:05: Das Problem ist ja beim Apfel, man schneidet hier in der Mitte und dann nochmal und dann muss man immer bei jedem Stück den Apfelkrebs rausmachen.
00:48:12: Das ist ja blöd.
00:48:14: Nee, das ist ja blöd.
00:48:14: Und wenn mal Kinder hat zum Beispiel sieben morgens die allen Apfel wollen ... Jetzt so hypothetisch!
00:48:22: Dann geht ne Stunde ums.
00:48:23: Ah?
00:48:25: So... Der Trick is', ich steu' dir euch das mal an.
00:48:29: Ihr schneidet hier.
00:48:33: Ich mach da mein Schlitz rein.
00:48:35: Also hier.
00:48:36: Ja ihr seht es.
00:48:37: Dann macht ihr das noch hier bei der Ecke dort.
00:48:42: Ich mach das mal hier.
00:48:43: Das ist alles
00:48:44: erwachsen mit Menschen, die können
00:48:45: sagen.
00:48:46: Wie man scheiß
00:48:46: Apfelschneiden ... Jetzt warte doch!
00:48:50: So jetzt habt ihr theoretisch drei Stücken.
00:48:53: Pass auf, das waren aber ja nur zwei Schnütter.
00:48:56: und jetzt dreht ihr den Apfel um neunzig Grad und macht nochmal neben dem Apfelgräbsen Schnitt und ihr werdet gleich schon sehen der dritte Schnitt hat es schon in sich.
00:49:05: Hier sind nämlich die Apfelstückchen, die man essen kann.
00:49:08: dann nehmt ihr das noch einmal und macht nochmal hier einen Schnitt.
00:49:11: Und ihr habt praktisch mit vier Schnitten, und man muss das wirklich live sehen – es ist enorm!
00:49:18: Ihr habt mit vier Snitten die Apfel... Aber da bleibt so
00:49:20: viel vom Kriebs übrig?
00:49:21: Oh sag mal!
00:49:22: So totale Verschwendung!
00:49:24: Ja dann kannst du auch den Krieb in der Brotbüchse stecken, dann wirst du mal sehen.
00:49:28: Wirst du aber sehen ob er üblich bleiben.
00:49:32: Vielen Dank!
00:49:38: Ist doch schon ein toller Trick.
00:49:39: Also ich sag mal, für mich hat der einige Sekunden im Leben schon rausgeheult.
00:49:45: Oh ja!
00:49:45: Zimierung...
00:49:47: Welche drei Gegenstände würdet ihr auf einer einsamen Insel mitnehmen?
00:49:50: Bei dir ist ja klar.
00:49:52: Saxophon?
00:49:53: Du und Buch?
00:49:54: Ja
00:49:55: Und du?
00:49:57: Kein Saxophoon.
00:50:01: Wie bereitet ihr euch auf eine Podcast-Folge vor?
00:50:06: Oh Antonio Wir haben uns vorbereitet.
00:50:10: Du bereitest dich vor?
00:50:11: Ja.
00:50:12: Und ich nicke!
00:50:15: Im Auto, also wir haben irgendwie gerade geht es hintereinander weg und wir haben viele Fahrten, viele Autofahrten und eigentlich bereiten uns dort oft
00:50:24: vor.
00:50:24: Das rollende Büro nennen wir das.
00:50:26: Einer fährt und der andere arbeitet.
00:50:29: Ich
00:50:29: glaube ich werde das am meisten später irgendwann vermissen.
00:50:32: die Autofahren mit dir.
00:50:34: Wirklich, es ist so cool mit einem Kunde seine Mucke zu machen.
00:50:38: Nachts irgendwie geht die Sonne zusammen unter.
00:50:40: wir sind gestern vom Konzert gekommen vor uns geht die sonne unter hinter uns ist schon dunkel wie reden über den tag und Und ich gehe einfach ganz anders sowons bett uns fühlt sich so sinnvoll an.
00:50:53: viele finden ja autofahrten ganz schlimm und immer stress und ampe rot und Ich muss schnell noch einkaufen und alles.
00:50:59: unsere autofahren Sind anderes Weil da geht es, wir haben immer Themen und das ist cool.
00:51:04: Ich mag's.
00:51:05: Und wir haben auch Ziele zusammen in den Autofahrten zum Beispiel ...
00:51:10: Ein Podcast
00:51:10: vorbereiten?
00:51:11: Wobei man auch sagen muss manchmal ich mag mich einfach selbst vorzubereiten weil wenn wir natürlich alles im Detail planen würden zb wie man einen Apfel schneidet.
00:51:22: Niemand überrascht sich ja dann nicht mehr und ich glaube das ist wichtig dass wir uns frisch halten.
00:51:26: deshalb manchmal mache ich das dann auch im Stillen.
00:51:28: Und was auch ein guter Trick ist bei Autofahrten und ich spreche wirklich aus Erfahrung, wenn es mal spät wird abends.
00:51:34: Und ihr seid zu zweit unterwegs.
00:51:37: Es wird dunkel!
00:51:38: Die Fahrt ist noch langen... ...und ihr werdet müde.
00:51:42: Dann hilft in gepflegter Streit.
00:51:45: Das stimmt!
00:51:46: Wenn man sich gut kennt so wie wir zwei uns Ich weiß dann genau welche Triggerpunkte ich drücken muss.
00:51:52: Manchmal bist du ja auch jemand der wunderbar naiv ist Und manchmal mache ich dann einfach Themen auf, wo ich weiß jetzt streiten wir uns.
00:52:01: Und ihr könnt euch nicht vorstellen wie schnell man zu Hause ist.
00:52:04: Zack ist man da!
00:52:05: Wir
00:52:05: streiten uns wirklich viel.
00:52:07: Das denken
00:52:08: ja keine viele nicht aber wir streiten es eigentlich jeden Tag?
00:52:11: Ja doch.
00:52:13: Na klar.
00:52:13: Ich finde Streit gehört dazu.
00:52:15: Ja klar bei langen Autofahrten auf jeden Fall.
00:52:17: Du hast recht.
00:52:17: Ja na klar.
00:52:23: Manche Fragen sind so wahnsinnig.
00:52:27: Worüber habt ihr euch schon mal gestritten?
00:52:33: Über alles.
00:52:33: Wirklich ... Alles!
00:52:35: Ja, wir diskutieren viel... Man muss auch sagen, wir diskutieren natürlich auch viel über Politik.
00:52:41: Übelst viel und wir halten das bewusst aus unserem Musikraus- und Außenpodcast weil ich finde, jetzt muss ich ehrlich sagen Ich kann nicht mehr sehen wie uns alle zerfleischen Wir gerade in eine Zeit reinschlittern, wo es die ganze Zeit darum geht zu zeigen was uns trennt.
00:53:01: Und das ist das gefährlichste für unser ganzes Land und ich drehe durch wenn ich das sehe und kann nicht mehr.
00:53:05: Uns macht unsere Gesellschaft kaputt und wir müssen dafür antreten endlich wieder etwas zu finden wusen wir gibt und wo man sagt und auf des Schöne hinweist.
00:53:16: Geht einfach nicht mehr anders!
00:53:21: Deswegen halten wir das auch hier aus der Bühne raus.
00:53:24: Wir sind superpolitisch Das ist unsere Aufgabe als Künstler.
00:53:31: Ja,
00:53:32: ja.
00:53:33: Außerdem muss ich sagen ... Ich weiß immer nicht ob es bei uns streit ist oder vielleicht eher eine Diskussion.
00:53:39: Wir streiten uns schon mal richtig?
00:53:40: Ist schon stimmt!
00:53:42: Aber es wird...
00:53:43: Also du provozierst mich
00:53:44: krass?!
00:53:45: Ja das stimmt!
00:53:47: Du bist auch
00:53:48: richtig fies manchmal!
00:53:49: Ja das macht doch Spaß!
00:53:53: Ich
00:53:54: find's ja auch cool!
00:53:55: Ich versöhn mich ja auch immer wieder.
00:53:57: Ich sag dann auch, wenn du versuchst zu antworten, sag ich ist gut jetzt?
00:54:02: Sag einfach mach was ich gesagt hab!
00:54:08: Nächste Frage Wie
00:54:09: oft denken die Leute das ihr beiden ein liebes Paar seid?
00:54:12: Es hat Alex geschrieben... Alex Antonio will nicht
00:54:23: Stimmt
00:54:24: Würdet ihr euch... Nein man muss sagen es passiert schon häufiger Ja Passiert häufiger, dass Leute nicht auf den Schirm haben.
00:54:33: Ja es ist immer krass wenn wir Doppelzimmer gebucht bekommen weil man davon ausgeht.
00:54:38: Klar logisch wer Musik miteinander macht da ist auch Liebe im Spiel.
00:54:46: Also Antonio nächste Frage würde die euch als nahbare Künstler bezeichnen kann man euch nach euren Konzerten ansprechen?
00:54:52: Gar nicht oder besser eher feuchtsvoll Abstand halten?
00:54:55: Genau
00:54:55: das merkt man doch absolut.
00:54:58: zweiter
00:55:00: Wer uns kennt weiß, dass er uns nicht kennt.
00:55:09: Das ist tatsächlich eher was wir uns sagen, was wichtig ist sich zu bewahren.
00:55:14: ja weil ich glaube natürlich fängt jeder Künstler der Kleine anfängt oder die wenigsten reißen das Maul auf.
00:55:24: Es ist ganz klar, dass man irgendwie ... Wenn man anfängt in, weiß ich nicht.
00:55:28: In Yocata und Grimachau die Vierzigjahrfeier der Stadtwerke musikalisch zu umrahmen mit einem Blues, das man in dem Moment nicht reinkommt und sagt, Ich bin Elton John!
00:55:40: Also in diesem Moment is man schon nabbar muss man sagen.
00:55:44: So viele Bilder
00:55:45: da.
00:55:46: Aber das ist so geil.
00:55:47: Genau das.
00:55:49: Es ist so geil, wir haben uns vor zwei Tagen in Görlitz gespielt zu einem Görlitzer Jazz-Tag.
00:55:52: Und da hat wirklich jemand bei dem Veranstalter angerufen und halt gefragt, kommen denn die Originalen?
00:56:00: Sie kann es gar nicht glauben, dass das die Frage ist!
00:56:03: Da dachte ich so was hat ihr jetzt... Was hat sie dann gesagt als er gesagt habt ja?
00:56:06: Dann hab ich gesagt ah nee, dann komm' ich nicht.
00:56:12: Ich komme nur wenn die Cover du, Stieler, die finde ich gut.
00:56:17: Das ist ne geile Frage!
00:56:19: Ist eine gute Frage.
00:56:21: Nein, aber ich glaube auch ein Rezept um bei sich selber zu bleiben ist wenn man und das wiederbezogen auf Heimat, wenn wir mit einem Stück Heimat unterwegs sind.
00:56:32: Ja Und Heimat darüber haben wir ja gerade gesprochen es eben sind ja nicht nur Orte sondern auch Menschen und ich glaube so lang wie beide miteinander unterwegs sind schwingt sich immer die Energie ja nicht nur in Publikumsraum, sondern auch überträgt sich auf unser Team und die Leute vom Haus.
00:56:52: Und ich hoffe mir sehr, dass man in dem Moment nicht nur nahbar bleibt, sondern respektvoll ... Also, wenn einer von uns mal das entgleisen würde, wär sofort streit!
00:57:04: Ja natürlich,
00:57:05: weil ich das scheiße finde.
00:57:06: Ich muss ganz ehrlich sagen...
00:57:08: Ich sag's jetzt andersrum.
00:57:11: Nein, ich meine... Aber wir haben ja auch ganz viele Künstler kennengelernt und alle die ich kennengelernet habe sei es nur flüchtig bei einer Fernsehshow oder beim Konzert.
00:57:22: Sei es die Ärzte, sei es Michael Bulliherwig, sei Udo Lindenberg, sei ist Herbert, sei is Klüsen, sei politiker, wenn man Leute wirklich kennen lernt.
00:57:35: Da hat man den Eindruck, die meisten auf der Bühne stehen.
00:57:39: Die Wiss sind da rum und sie sind nahe, weil ... Weil die wollen was!
00:57:43: Die wollen den Austausch.
00:57:44: Und nur wo es vielleicht so eine Rolle wird in die man schlüpft, die man irgendwann auch mal satt hat dann vielleicht, ja ist es dann schwieriger.
00:57:53: aber zu neun Neun Prozent waren das immer geile Leute gewesen.
00:57:57: Weil die wollten etwas von jemand erfahren.
00:57:58: Ja.
00:57:59: Und alle neugierigen Menschen sind glaub ich erst mal offen?
00:58:02: Ja.
00:58:03: Sowohl wahr.
00:58:04: Oh, hier sieht aus.
00:58:05: Es ist von Anna!
00:58:07: Ist das ein Kind?
00:58:08: Seid ihr aufgeregt vor eurem Auftrags?
00:58:11: Ich glaube sie hat gerade genickt... Hallo Anna!
00:58:13: Schön dass du da bist.
00:58:16: Also Anna sind wir aufgereght Antonio.
00:58:20: Sprich mal vielleicht vor diesem Podcast.
00:58:24: Aufkriegt ist das falsch im Wort.
00:58:26: Für mich ist es nicht aufregend sondern die beste Vorfreude.
00:58:29: Das ist
00:58:30: so.
00:58:30: ich will dann raus.
00:58:31: Wie ist's für dich?
00:58:34: Also heute war ich schon aufgeregter als sonst.
00:58:37: Ich glaube, je öfter man was tut im Leben, desto weniger aufgeregt ist man.
00:58:43: Das wird dann zum Revier die Bühne und das Wichtige ist für uns und da merke auch dass die Herausforderungen im Laufe eines Künstlerlebens andere werden weil am Anfang geht es ja noch um die Herausforderung zu sagen ich erspiele mir Publikum ich finde mich selbst
00:59:01: oder spiele Stück erstmal richtig von Anfang bis Ende durch
00:59:04: Und ich glaube... Natürlich auch.
00:59:08: Sehr richtig, sehr richtig!
00:59:10: Nein und jetzt merke ich ist manchmal die Herausforderung der andere.
00:59:14: Die Herausforderung ist zum Beispiel sich frisch zu halten also zum einen dass wir uns frisch halten auch an tach acht tausend einhundert siebenund vierzig noch so miteinander sein zu können dass man auch was dafür tun muss und nicht abzustumpfen.
00:59:28: Dafür sind solche Formate gut, weil ich merke wir locken uns aus dieser Reservezone, denn hinter diesen Tasten fühle ich mich sicher.
00:59:38: Egal wenn jemand reinschreien würde du siehst scheiße aus und kannst nix dann würde mich das freuen!
00:59:44: Weil ich denke... Stimmt!
00:59:52: Aber Anna, weil du das gefragt hast Genauso aufgeregt, wie wenn man zum Beispiel im Gedicht ansagen muss in der Schule.
00:59:59: So ein Gefühl ist das vielleicht... Du weißt eigentlich dass du es kannst!
01:00:03: Du weisst auch, dass es diese eine Stelle gibt in der zweiten Strophe oder am Ende noch mal wo es immer dieses eine Wort gibt was Blödes.
01:00:11: aber Wenn wir das paar Mal macht dann macht es irgendwie doch mehr Spaß als wenn man eigentlich Das nicht macht und man isst danach richtig glücklich auf sich.
01:00:22: Stolz ist vielleicht das falsche Wort, aber man denkt so wow!
01:00:25: Das kann ich und das steckt auch in mir.
01:00:29: Und das macht ganz viel Spaß.
01:00:30: Und gerade wenn wir das mit seinem besten Freund zusammen machen können dann denkt man cool...das möchte ich nochmal
01:00:37: machen.
01:00:40: Was hast du schön gesagt?
01:00:46: Ich muss auch noch mal was ganz ehrlich sagen.
01:00:48: Ich weiß dass hier ganz wenige uns eigentlich so richtig sehen können.
01:00:53: Wir sind
01:00:53: es wirklich, das wirkliche Lufstieler.
01:00:55: Du kannst hier...
01:00:58: Aber es ist echt toll wie ihr zuhört und ich weiß dass uns hier oben viel besser sehen könnt für die alle hier drüben.
01:01:07: wir spüren euch.
01:01:08: falls jemand generell auch noch eine Frage hat und vor den Briefkasten nicht gesehen hat aber er muss diese Frage stellen kann sie auch einfach rausrufen außer es ne vier Minutenanfrage.
01:01:18: aber traut euch ruhig.
01:01:20: Ja,
01:01:21: der Briefkasten kann auch in der Pause noch genutzt werden.
01:01:24: Also wer Lust hat uns generell Post zu schreiben?
01:01:27: Antonio ich habe noch eine Frage.
01:01:30: Was war das Tollste am Studio in London und war da Zeitstress?
01:01:37: Man muss dazu sagen wir waren letztes Jahr in London in den Ebbey Road Studios also in den legendären Studios wo die Beatles schon ihre Platten aufgenommen haben.
01:01:46: Und sicherlich sind das die berühmtesten Studios der Welt und wir haben dort eine Art Live-Album aufgenommen, daraus entstanden ist ein Konzertfilm und eine Platte zusammen mit unserem Schlagzeuger Dominic Gaga Elad.
01:02:01: Antonio was war für dich das Tollste daran?
01:02:04: Das Tolleste daran ist dass Wir es einfach gemacht haben.
01:02:11: das klingt so blöd wie ich jetzt gerade sage aber wir sind von Tour zurückgefahren vom letzten Konzert, ich glaube wir es waren Stuttgart oder Mannheim.
01:02:22: Das war der sechzehnte Dezember und das war kalt.
01:02:25: Wir waren komplett fertig aber zu drüber.
01:02:28: wie wenn man von Klassenfahrt kommt so hat sich das angefühlt.
01:02:32: Und dann haben wir gesagt hey was machen wir als nächstes?
01:02:34: Was ist das große Ding?
01:02:35: Dann sagst du einfach aus Mist Hey wir fahren ins Ebbey Road.
01:02:38: Du warst ja damals schon mal da mit Helene Fischer für eine Produktion Und er hat gesagt, das ist so mega krass.
01:02:44: Da muss man hin!
01:02:45: Jungs, das is' das beste Studio der
01:02:47: Welt.".
01:02:47: Und ich so, ja können wir einfach nicht ins Ebby Road fahren?
01:02:50: Wir haben es dann trotzdem gemacht und komplett durchgeplant alles.
01:02:54: Das Besondere an diesem Album war... ...wir waren schon davor im Studio und haben genau dieses Album schon mal in Deutschland aufgenommen.
01:03:02: In einem fast gleichen Team.
01:03:05: Es ist nicht einfach so dass wir irgendwie was gemacht haben sondern es ist wie wenn man sich auch vor Olympia vorbereitet.
01:03:11: Wir sind ins Studium in Deutschland gegangen und haben genau dieses Album schon mal aufgenommen.
01:03:17: Genauso, wie wir es machen wollten!
01:03:18: Und hatten... Haben's perfekt zuniert und sind mit unserem Team, wir waren zu acht oder zu neun aus Deutschland rübergeflogen und hatten dann noch drei Leute aus London da die dort im Studio arbeiten und die fantastisch sind.
01:03:30: Das Lustige ist alle von denen spielen auch Klavier und Saxophon?
01:03:32: Ja.
01:03:34: Der Hauptproduzent hat gerade ein Grammy gewonnen kurz davor Und du kommst an.
01:03:39: und die sind die bescheidensten, tollsten Menschen, die man sich so mit vorstellen können.
01:03:42: Die wissen total vorbereitet, die wissen... ...die haben davor die Platte schon gehabt, die wir in Deutschland aufgenommen haben.
01:03:48: Die wussten einfach alles wie wir es machen wollen und sowas zu erleben.
01:03:54: Du kommst aus Blauners Zwickau, fährst nach London und dann gibt's Leute, die sich darauf vorbereiten auf deine Mucke und sich freuen und man sich auf Instagram immer noch folgt.
01:04:02: und vielleicht sind wir nächstes Jahr in England, dann sieht man sich wieder und wo.
01:04:06: ich so denke das ist einfach... Eigentlich, das war unmöglich.
01:04:11: Und es erinnert mich an die Zeiten, als ich im Kinderzimmer einen Plauen im Haus geübt habe und den Platter aus New York angemacht hab und gedacht hab', ich spiel mit'.
01:04:18: So hat sich das angefühlt!
01:04:19: Ja...
01:04:19: Ich muss auch sagen für mich war eigentlich das Tollste im Nachhinein was eigentlich nicht das Äußere, weil jetzt sagt man ist in so einem Studio, weil letztendlich das sind natürlich unfassbar tolle Studios und überall in diesen Studios in den Gängen hängt auch wer dort schon war Und man sieht wirklich alle, der letzten hundert Jahre dort hängen.
01:04:42: Aber theoretisch kann man das auch in Duisburg haben oder in Leipzig oder in Plauen.
01:04:46: Ja?
01:04:48: Das was eigentlich das Tollste war, was da passiert ist, war etwas Innerliches und dieses sich trauen, das zu machen und erstmal eine Idee haben die eigentlich ganz weit weg wirkt, ist das eine zum anderen für sich selber zu wissen ich bestehe dort Ist das?
01:05:08: Und auch zu wissen, dass wird wertgeschätzt.
01:05:11: Ich weiß diese Ingenieurs die wir vor Ort hatten, die wurden am Ende des Jahres gefragt was ihre Top-Produktion waren in den Abbey Road Studios und Wir waren unter den top drei von denen.
01:05:23: Das war eine unfassbare Wertschätzung.
01:05:29: Die mussten immer eine Begründung dazu schreiben und die Begründen waren nicht, dass wir die besten Musiker sind weil der Kerl nun weiß Gott alle möglichen Leute ein, sondern die Begründung war dass der Spaß am gemeinsamen Musikieren so übergespappt ist.
01:05:45: Also das das irgendwie weit mehr war als nur wir ziehen hier professionell unser Ding durch und ich muss sagen auch das was du beschreibst sich dann plötzlich ... eine Sache so ernst nehmen, dass man sich so akribisch vorbereitet.
01:05:58: Es ist glaube ich kein Zufall, das Sportler ihre Höchstleistung in dem Moment bringen, wo es drauf ankommt!
01:06:04: Ich glaube die krassesten Fußballspiele erleben wir bei Spielen im Halbfinale oder im Finale.
01:06:10: Die meisten Weltrekorde fallen tatsächlich dann beinahe Weltmeisterschaft... ...oder bei Olympia weil der Mensch in der Lage ist sozusagen auf den Punkt genau vorzubereiten.
01:06:19: ja?
01:06:19: Das ist Teil dieses Jobs als Sportler oder eben auch als Musiker Und ich glaube, wenn es ein Studio in Duisburg gewesen wäre dann hätte uns das im Kopf nicht so gepackt.
01:06:30: Allein der Fakt dass man in ein anderes Land reist um das zu machen und plötzlich...
01:06:33: Was nicht mehr EU ist?
01:06:34: Ja genau!
01:06:35: Das war ja so was!
01:06:35: Was super
01:06:35: schwer ist das alles rüberzubringen.
01:06:37: wir haben ja unsere ganzen Schlagzeug-Sagen dort liefern lassen aus England.
01:06:41: Dann das Lichtequipment kam aus England für die Filmcrew.
01:06:44: Du musst die aber als Nicht-EU-Bürger versichern lassen.
01:06:48: Als EU-Burger in einem Nicht-EO-Land musst du dir richtige Versicherungen finden, die dann das Equipment da wieder ... Also das ist Wahnsinn was da so dran hinkt, was man immer nicht sieht!
01:06:57: Das war auch toll.
01:06:59: Aber das macht was mit einem und es fordert einen und es pusht einen geil.
01:07:02: Ja
01:07:03: also nein, aber dass was da innen drin passiert und auch der Glauber an die Musik, die wir machen Das ist, glaube ich das was am Ende vielleicht das nachhaltigere ist.
01:07:16: Unnatürlich dieser Erinnerung dass uns geeint hat mit dem Team mit den wir dahin gefahren sind.
01:07:21: Dass das was sein wird was für uns noch erzählen werden wenn wir ganz ganz alt sind.
01:07:25: und das war wirklich so etwas das hat uns geeint mit diesem team dass wir gesagt haben wir fahren da hin ... schaffen Erinnerung.
01:07:32: Und nicht nur machen, nicht nur irgendwas sondern wir machen was wo wir vielleicht im besten Falle in dreißig oder vierzig Jahren noch als Opis da sitzen und erzählen wirst du noch damals?
01:07:43: In London!
01:07:44: Ich habe es vergessen aber das war geil.
01:07:49: Antonio also vielen Dank für all eure Fragen.
01:07:54: die letzte Kategorie in unserem Podcast ist die Dush-Lieder Pikachu Playlist.
01:08:00: Man muss dazu sagen, es ist eine Playlist, die kann man auf den hiesigen Streamingportalen finden und wir packen jede Woche ein Song auf diese Playlist!
01:08:09: Und wir packern nicht nur einen Song da drauf... Also
01:08:11: ein Song jeder von
01:08:12: uns?
01:08:12: Jeder packt ein Song darauf.
01:08:14: Es geht uns eigentlich darum natürlich, man kann die Playlist hören aber zum Teil auch aufmerksam zu machen zum Beispiel schöne Alben oder besondere Künstler, über die man vielleicht sonst nicht spricht.
01:08:26: Oder die man auch übersieht.
01:08:28: Deshalb manchmal landet da auch Janet Jackson drauf ja?
01:08:31: Aber es gibt eben auch immer mal eine Empfehlung wo wir selber sagen Ups guck mal!
01:08:34: Da haben wir wieder ne Empfehling bekommen und wir nehmen das zum Anlass sozusagen auch mal über andere Künstlern zu sprechen.
01:08:43: Das ist ja eine richtig komische Überleitung
01:08:45: weil
01:08:46: ich habe ein Song von uns mitgebracht.
01:08:49: Interessant!
01:08:50: Der heißt nämlich Plauen Und den habe ich lange nicht mehr gehört, aber wir haben im Jahr zweitausend zwölf ein Stück geschrieben.
01:08:55: Das heißt wirklich Plauen und es ist ein ganz verdäumtes Stück und wir haben sogar mal mit Orchester aufgeführt mit einem Jugendorchester und das war ganz schön.
01:09:04: Ich glaube so in neunhundert Jahren noch einmal haben wir das aufgeführt mit dem Jugend- und Musikorchester in den Plauen.
01:09:11: Wir haben das Stück Plauen in Plauen gespielt und ich grabs einfach, hab's wieder mal ausgegraben, dachte, das passt heute so gut zum Podcast.
01:09:19: Weißt du noch wo wir es geschrieben
01:09:20: haben?
01:09:21: Ja, in der Musikschule in Plauen.
01:09:23: Süß oder?
01:09:27: Wir fahren fürs Komponieren gerne weg weil man hat keine Termine und kann sich auf eine Sache konzentrieren Und kann mal die Friseurtermine absagen und kann sich einer Sache verschreiben.
01:09:39: Das war schon damals so, wir hatten ja keine Kohle.
01:09:42: Wir konnten jetzt nicht irgendwo sagen, da mieten wir uns in die Suite und lassen uns einen Flügel anliefern.
01:09:47: Deshalb haben wir oftmals in den hiesigen Ferienzeiten die Musikschulen gefragt.
01:09:52: Die waren immer offen dafür?
01:09:53: Na klar!
01:09:54: Ja klar kommt her.
01:09:55: Jetzt klären wir irgendwie mit einem Schlüssel und so... So eine rechtliche Grauzunde kann man schon fast sagen.
01:10:01: Aber geil, dass es eben solche Leute gibt die sagen ja kommt reher wir nehmen den Raum und das krasse ist Es war in dem Zimmer wo ich Klasse Klavier hatte Wo ich sechs bis zwölf war
01:10:12: Und du hattest trotzdem noch so gute Gefühle dafür?
01:10:15: Naja Ist keine Ahnung es musste raus Und da ist das Stück entstanden.
01:10:21: Im gleichen Atemzug ist, glaube ich, dort Hallo Frühling entstanden.
01:10:23: Auch eines unserer ersten Stücke und das sind so Lieder die in Plauen geschrieben wurden.
01:10:29: Ich kann mich auch daran erinnern wir haben nicht nur die Musikschule gefragt ob wir hier Musik machen können sondern auch Antonio's Eltern und da bin ich immer noch sehr dankbar dass sie uns heute immer noch freundschaftlich verbunden sind.
01:10:43: denn ich sage mal wenn so achtzend neunzenjährige in ein Haus kommen wo die Eltern weg sind Das ist sehr gefährlich.
01:10:52: Und das war es auch in unserem Fall, weil ... Das erste was wir gemacht haben im Sommer für ein dreitägiges Komponierlager war die Rollläden runterzuziehen.
01:11:02: Die wurden nicht mehr aufgezogen in den Dreithalen.
01:11:04: Wir wussten nicht ob Tag oder Nacht ist?
01:11:05: Genau!
01:11:05: Es wurde auch nicht gelüftet und wir haben uns überlegt dass das Klavier, was im Musikzimmer steht doch viel schöner wäre im Wohnzimmer.
01:11:13: Nun ist ein Klavier sehr schwer und man muss das Klavier ziehen.
01:11:18: Eigentlich muss man es tragen.
01:11:19: Man muss es eigentlich tragen, aber man muss es sozusagen ziehen.
01:11:22: wenn man nur zu zweit ist und Wenn man so schön dunkel gemacht hat wie wir dann wird man auch nicht erkennen können dass der paketboden gerade neu verlegt wurde.
01:11:31: Man wird das auch nicht merken wenn man abreißt weil man dann ganz schnell Versucht das haus zu verlassen
01:11:36: und wieder zurückzuzehren.
01:11:39: Und ich weiß noch damals
01:11:43: Ich
01:11:43: hab mich gewundert, warum deine Eltern so sauer waren.
01:11:46: Dass sie nicht richtig verstanden.
01:11:48: Dachte, warum sind Sie denn so saurer?
01:11:51: Und aus heutiger Sicht bin ich dankbar, dass es nur bei einem kurzen Streit blieb!
01:11:57: Wir haben wirklich die Wohnung zerstört ... Aber
01:12:01: ich sag mal... Die Anfänger war dort.
01:12:05: Antonio.
01:12:06: Was wir noch gemacht haben.
01:12:08: Haben wir noch was gemacht?
01:12:10: Noch was kaputt?
01:12:12: Da fuhr deinem kleinen Bruder ein paar Sachen kaputt.
01:12:16: Du hast mich angefeuert!
01:12:22: Ja, wie du so auf so Bobby kassst und Berg runter und danach gab es keine Räder mehr dran und so.
01:12:26: Der war gut
01:12:26: aber der hat ihn auch nicht mehr gebraucht.
01:12:29: er war zu alt.
01:12:33: Ja, es war klar.
01:12:34: Ich hab gesagt der muss Musiker werden.
01:12:36: Der muss weg von dem Body-Bobby-Kart.
01:12:38: Was brauchst du da so?
01:12:39: Da ist er mit aufgefahren.
01:12:40: Weg damit!
01:12:42: Oder sechs mal... Der war noch klein auf jeden Fall.
01:12:44: Okay, sagst du was hast du draufgepackt?
01:12:47: oder was packst du drauf?
01:12:48: Ja ich habe das natürlich jetzt auch so groß hier angekündigt dass wir mal Platten empfehlen von anderen Günstlern.
01:12:53: Aber gut.
01:12:56: Es ging um Heimat und heute ist der Todestag von meiner Oma.
01:13:01: deshalb ich packe darauf.
01:13:02: Frau Holle Ist doch klar.
01:13:05: Es ist doch klar, Antonio!
01:13:06: Ach komm.
01:13:07: und damit senden wir ganz liebe Grüße nach oben?
01:13:09: Ganz liebe Grüce nach oben... Wir haben zu Ihrem Gedenken, also was auch manchmal ein bisschen markaber, was draus wird aber egal ... Wir haben Frau Hollebeutel mit.
01:13:19: Seit
01:13:19: heute.
01:13:21: Es gibt Beuteln mit meiner Oma drauf um mit diesem schönen Spruch mit Was willst du denn mal Geld verdienen?
01:13:28: Aber ich glaube sie fänds gut.
01:13:32: Ich glaube, sie fände es gut.
01:13:33: Sie fände den Body gut!
01:13:35: Der Beutel sieht so punkig aus und ich kann mir vorstellen, ihn hätte sich selber getragen.
01:13:40: Keine Ahnung ist das auf jeden Fall eine krasse Frau gewesen die auch immer... also die das mit uns auf jeden fall sehr speziell fand.
01:13:47: Wir haben auch mal komponiert in Zwickau Und meine Oma hat unten gewohnt praktisch und meiner Familie.
01:13:54: oben war mehr Familienhaus und wir waren auch zum Komponieren dort während Frau Holle da war.
01:14:01: Das
01:14:01: ging nicht.
01:14:02: Und es ging nicht?
01:14:03: Sie
01:14:03: kam immer hoher nach und gesagt, könnt ihr damit aufhören mit der furchtbaren Musik?
01:14:06: Naja sie hatte auch recht!
01:14:08: Also das muss man auch sagen weil gerade beim Komponieren du spielst ja immer wieder die gleichen vier Takte also wenn du da nicht live dabei bist denkst ja wirklich diesen Irrer immer wieder und dann ganz mühe anders.
01:14:19: dann ist so eine halbe stunde Pause dann fängt er wieder an damit und es ist wirklich... Es ist nicht schön dabei zu
01:14:24: sein.
01:14:24: Nee nee das definitiv nicht und ich meine sie wollte in Ruhe Fernsehen gucken.
01:14:27: Ja und dann sind wir da.
01:14:29: Ja, das war schon... Die hat auch immer kontrolliert ob wir im Ehebett von deinen Eltern schlafen.
01:14:35: Was wir natürlich gemacht haben?
01:14:36: Na klar!
01:14:37: Das war das bequemste Bett
01:14:40: Und ich weiß immer dass sie dann geklopft hat und gefragt ist der Antonio da drin?
01:14:45: Dann hast
01:14:46: du einfach gesagt nein, er liegt ganz oben im Dachgebirn Da geh ich jetzt mal hoch in den Arm, brauchst du nicht, er schläft noch.
01:14:50: Lass ihn mal einen Schlafen.
01:14:51: Ich glaube Frau Hölle war auch felsenfest davon überzeugt, dass wir ein Paar sind.
01:14:55: Ich glaube darum ging's.
01:14:56: Ach deshalb Darum ging es Na klar.
01:14:58: Ihr
01:14:59: Lieben Herzlichen Dank dass ihr Teil von unserem Live-Podcast seid, das ihr da seid.
01:15:04: Danke für eure Fragen, danke Anna, danke an alle die was reingepackt haben.
01:15:09: Danke fürs Zuhören und danke auch einfach, dass wir dieses Wagnis machen dürfen.
01:15:14: Dass wir uns hier ausprobieren dürfen.
01:15:15: Das wir uns neu erfahren und erleben können als wir uns immer wieder neu auf eine Reise begeben können.
01:15:22: Und dass es Menschen gibt besonders in unserer Heimat ganz sehr unterstützen und supporten und pushen.
01:15:27: Und damit Kräfte freisetzen, mehr als sie wirklich vielleicht glauben zu meinen, freisetzten zu können.
01:15:35: Das ist was ganz Wunderbares und dafür wollen wir dann sagen.
01:15:38: Danke sagen ans Meilshaus, danke an unsere Heimat!
01:15:42: Für alle die da draußen sind, die das jetzt auf YouTube sehen oder Spotify hören, kommt man vorbei.
01:15:49: Kommt mal bei dem Konzert vom Du-Stieler Lukaciu vorbei unter anderem im Dezember.
01:15:53: Da spielen wir dreimal am Theater alles ausverkauft, bis auf einen Konzert.
01:15:57: Da gibt es noch paar wenige Tickets.
01:15:59: aber vielleicht wir haben auch schon mal gesponnen und vielleicht machen wir das einfach so dass wir keine Weihnachtstun mehr spielen sondern einfach vierzehn oder fünfzehn Konzerte am Stück in Plauen spielen
01:16:09: und die ganzen
01:16:09: Leute
01:16:10: einfach nach Plauen
01:16:11: kommen müssen.
01:16:18: In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten Start in die Woche oder in den Abend je nachdem wo ihr's gerade hört.
01:16:24: Wünschen euch noch ein schönes Konzertgleich.
01:16:27: Schön, dass ihr da seid!
01:16:28: Danke, dass Ihr zugehört habt und wir sehen uns im zweiten Set.
01:16:33: Macht's gut bis bald, ciao!
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